Tumbler von SPIEGELAU

Whisky im Tumbler oder im Nosing Glas

- Whisky

Große Frage: Whisky im Tumbler oder im Nosing Glas?

Es gibt Fragen, auf die es keine endgültige Antwort gibt ? speziell, wenn es um schottische Besonder­heiten geht wie etwa den Dudelsack, den Kilt oder das Whiskyglas. Während die Meinung vorherrscht, dass der Dudelsack doch eher ein Musik- und kein Quäkinstrument ist, herrscht beim Kilt (?Unterhose drunter oder besser nicht??) Uneinigkeit und beim Whiskyglas ebenso. Soll man den Whisky nun aus einem eher klobigen Tumbler trinken oder nicht doch besser aus einem Nosing Glas?

International ist der Tumbler, ob in runder oder quadratischer Form mit abgerundeten Ecken, in jeder Bar im Einsatz. Der normale Whisky wird bevorzugt in der verdünnten Variante, nämlich mit Eiswürfeln angeboten. Der wahre Liebhaber eines zwölf Jahre alten Single Malt wendet sich da mit Grausen ab und zählt die Eiswürfel-(Un)Sitte zu den zweifelhaften Errungenschaften, die die US-Amerikaner über die Welt verbreitet haben. Die werfen bekanntlich in alles und jedes ihre Eiswürfel und erst recht in ihren Bourbon, die amerikanische Variante des Whiskys.

Die Whisky-Sommeliers (die gibt es tatsächlich!) lassen klares, kühles Wasser in geringen Mengen zu. Eiskaltes Wasser hingegen nicht ? das gilt als Aroma- und Duftkiller. Insofern haben die Whisky-Allgewaltigen nichts gegen den Tumbler, wie er von den Glasherstellern in dieser oder jener Form angeboten wird. Links oben ein Tumbler von SPIEGELAU, in der Mitte einer von SCHOTT-ZWIESEL und rechts ein Designer-Tumbler von EVA TRIO. Insbesondere letzteres Glas erinnert den Genießer daran, sich beim Whisky-Konsum zu mäßigen, damit er nicht selbst in eine Schieflage gerät.

Wenden wir uns nun dem Nosing Glas zu, was zu Deutsch soviel heißt wie ?Schnupperglas?. In der Tat senken die Master Blender der renommierten Whiskybrennereien ihre Nase immer in ein Nosing Glas, wenn sie beurteilen wollen, ob ein Whisky schon alle Aromen eines Single Malt aufgenommen hat und in Flaschen abgefüllt werden kann. Dass sie berufsbedingt ab und an auch einen ganz kleinen Schluck genießen dürfen, wird man ihnen nicht verwehren können. Schließlich ist jeder Blend

Master verheiratet, und Mutti holt ihn am Feierabend an der Destille ab und fährt ihn promillefrei nach Hause. Das klassische schottische Nosing Glas ist der ?Glencairn? mit der typischen Tulpenform, der ein optimales Entfalten der Aromen erlaubt und irgendwie an ein Sherry-Glas

erinnert, wenngleich der Stil nur kurz und gedrungen ist. Auf den Stil ganz verzichten, das geht überhaupt nicht. Nur ein Whisky-Berserker fasst das Glas selbst an, erwärmt dadurch das edle Nass und beeinträchtigt durch seine Körperwärme den Wohlgeschmack.

So sind denn auch Whiskygläser mit längerem Stil absolut stilecht wie etwa das Malt-Whisky-Glas von EISCH (oben links) oder das von SPIEGELAU (Mitte), wogegen sich das RIEDEL-Glas mit seinem kurzen Stil (rechts oben) eher in einer Grenzzone befindet, denn es fehlt ihm auch ersichtlich der ?Bauch?. Immerhin haben alle Nosing Gläser einen breiteren Rand. Und das ist gut so, denn das bernstein­farbene Destillat kann so ganz bequem auf die Zunge fließen und kein Tropfen geht verloren. Das wäre auch jammerschade, denn wie Sie an anderer Stelle von genuss.de nachlesen können, gibt es Whiskys, bei denen ein Schluck soviel kostet wie ein Kleinwagen.

Lothar Schumacher © genuss.de

 

Tumbler von SCHOTT-ZWIESEL
Designer-Tumbler von EVA TRIO
Nosing Glas
Malt-Whisky-Glas von EISCH
Malt-Whisky-Glas von SPIEGELAU
RIEDEL-Glas
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