Wiener Kaffeehäuser haben eine lange Tradition. Einer Legende zufolge geht diese Tradition zurück auf das Jahr 1683, als Wien von den Türken belagert wurde.
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Die Wiener Kaffeehäuser als Touristenattraktion

- Kaffee

Sitzen Sie gerade in der ebenso plüschigen wie leicht angestaubten Atmosphäre eines Wiener Kaffeehauses auf einem Thonet-Stuhl, vor sich auf dem Marmortisch ein 'Kleiner Brauner' und daneben das obligatorische Glas mit frischem Leitungswasser? Wenn Sie dazu um sich herum Sätze wie 'Da Franz hot an leiwandn Schmäh!' oder 'Mia hom in gonzn Obnd long Schmäh gfiat!' hören und der freundliche Mann, der Ihnen Ihr Getränk serviert hat, nur mit 'Herr Ober' und niemals mit 'Kellner' angesprochen wird, dann können Sie absolut sicher sein, dass Sie sich in einem klassischen Wiener Kaffeehaus befinden, einer Attraktion nicht nur für Touristen.

Tradition Kaffeehaus

Wiener Kaffeehäuser haben eine lange Tradition. Einer Legende zufolge geht diese Tradition zurück auf das Jahr 1683, als Wien von den Türken belagert wurde. Ein Angehöriger der polnischen Einheit mit Namen Georg Franz Kolschitzky schlich sich eines nachts als Türke verkleidet aus der belagerten Stadt und kehrte mit der Meldung zurück, dass sich das Entsatzheer unter König Johann III Sobieski bald in Marsch setzen werde, um Wien zu befreien. Tatsächlich flohen die Türken, und Kolschitzky, der sich auf Grund seines besonderen Verdienstes etwas aus der Beute aussuchen durfte, wählte angeblich einige Säcke mit braunen Bohnen aus, die niemand sonst haben wollte. Nach einigen vergeblichen Versuchen verfeinerte er den daraus entstandenen Kaffee mit etwas Milch und Zucker, und die erste Melange seines Kaffeehauses 'Zur blauen Flasche' war geboren.

Historisch belegt ist dies jedoch nicht. Tatsächlich aber stammt eines der ersten Kaffeehäuser Wiens aus dem Jahre 1685 und wurde von dem Griechen Johannes Diodato gegründet. Die Wiener verliebten sich schnell in den 'Türkentrank', sodass die Anzahl der Kaffeehäuser rasch anstieg. Zählte man im Jahre 1819 noch 150 Kaffeehäuser, so waren um 1900 bereits 600. Dieser Anstieg mag auch darin begründet liegen, dass man(n) damals dort noch weitgehend seine Ruhe hatte, denn Damen war - wenn überhaupt - der Zutritt nur in männlicher Begleitung erlaubt. Die Männer konnten also ungestört so ?wichtigen? Freizeitbeschäftigungen wie Spielen und Rauchen nachgehen, ohne entsprechende Kommentare von Seiten der holden Weiblichkeit befürchten zu müssen. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert erlebten die Kaffeehäuser ihre Blütezeit. Literaten und Künstler trafen sich dort, um Erfahrungen und Ideen auszutauschen. Im 'Café Griensteidl' verkehrten so beispielsweise Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal und Hermann Bahr, die zu den Vertretern des 'Jung-Wien', einer Gruppe von Dichtern und Schriftstellern in der Zeit des Fin de Siècle, zählen. Nachdem das Griensteidl abgerissen worden war, traf man sich bis zum Ende des Ersten Weltkrieges im 'Café Central', zu dessen Stammgästen Oskar Kokoschka und Leo Trotzki gehörten. Seit den zwanziger Jahren ging es jedoch mit den Wiener Cafés bergab - viele Kaffeehausliteraten gingen nach Berlin und mussten später emigrieren.

Kaffeehäuser im Wiener Schmäh

Die Wiener Kaffeehäuser genießen schon der Touristen wegen eine Art Bestandsschutz - kaum jemand kann sich dem Charme und Lebensgefühl des 'Wiener Schmähs' entziehen. So gibt es in Wien über 1100 Kaffeehäuser, mehrere hundert Espresso-Bars und über 200 Konditoreien. Die Konditoreien sind berühmt für ihre Eigenkreationen wie beispielsweise das 'Café Sacher' mit seiner gleichnamigen Schokoladentorte. Oder die k.u.k. Konditorei Dehmel, in der früher die feschen Leutnants bei den Mizzis und Mariandels antichambriert haben und heute die Mitarbeiter der internationalen Atombehörde dasselbe tun. Im legendären 'Café Dommayer' hat nach Joseph Lanner und Johann Strauss auch dessen Sohn ?Schani? mit seiner Kapelle aufgespielt. Auch heute noch wird in einigen Wiener Cafés an manchen Abenden Musik gespielt, vor allem die schmachtenden Melodien der Walzerkönige.

Das Wiener Kaffeehaus muss schon der Authentizität wegen ein wenig verschlissen und angestaubt wirken, sonst würde sich darin kein Wiener wohl fühlen und kein Tourist hereinkommen. Ob man drinnen bei einem 'Verlängerten' ungestört eine der zahlreichen Zeitungen lesen möchte oder ob man draußen im Schanigarten den vorbeigehenden Menschen beim Flanieren zuschaut - das Kaffeehaus ist für viele eine Art zweites Zuhause. So schrieb der österreichische Schriftsteller Alfred Polgar einmal: "Ins Kaffeehaus gehen Leute, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen."

 

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