Seltener schwarzer Tee aus China: Lapsang Souchong
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Chinesische Teekunst: der Lapsang Souchong

- Tee

An den nebeligen Hängen des Wuyi-Gebirges der chinesischen Provinz Fujian wächst ein Tee, der unter vielen Teekennern zu den außergewöhnlichsten Sorten der Welt zählt: der Lapsang Souchong. Sein Geschmack erinnert an rauchigen Whiskey, begleitet von getrockneten Pflaumen, Datteln, Zimt und Edelhölzern. Diese für einen Tee ungewöhnlichen, für den Lapsang Souchong aber charakteristischen Aromen sind das Ergebnis einer besonderen Verarbeitung der Teeblätter.

Im Anbaugebiet des Lapsang Souchongs herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie schlägt sich nieder im Feuchtigkeitsgrad der geernteten Teeblätter und erschwert zusätzlich die bei allen Teesorten notwendige Trocknung der Blätter. Eine längere Trocknungsphase unter den mild-feuchten Bedingungen führte zwangsläufig zu Schädlings- und Pilzbefall. Ganze Ernten wurden vernichtet. Doch die heimischen Tee-Bauern machten aus der Not eine Tugend und entwickelten zur schnelleren Feuchtigkeitsreduktion ein neues Herstellungsverfahren. Bis heute noch trocknen sie die frisch geernteten Blätter über brennendem Kiefernholz und rösten sie zusätzlich in großen Eisenpfannen. Ein zartes Rauch- und Kiefernaroma bleibt durch diese ungewöhnliche Verarbeitungsform auch im Endprodukt erhalten. So erhält der Lapsang Souchong seinen zweiten Namen 'Rauchtee'.

Echter Lapsang Souchong stammt ausschließlich aus dem Zheng-Shan-Teil des Wuyi-Gebirges und ist sehr selten. Das Anbaugebiet ist klein und die Nachfrage stieg in den letzten Jahren enorm an. "Es ist schwierig einen wirklich guten Lapsang Souchong zu finden", berichtet Natalia Panne vom Teeshop www.tea-exclusive.de. "Es gibt viele verschiedene Sorten des Rauchtees, darunter aber auch sehr viele minderwertige und für den Export hergestellte Produkte", so Panne weiter.

 

Um die große Nachfrage der Welt nach dem Rauchtee zu decken, erzeugen einige Teeproduzenten das Aroma durch künstliche Räucherung. Die ursprünglich zur beschleunigten Trocknung entwickelte Methode der Tee-Bauern dient nur noch der Geschmacksgebung in der Massenproduktion. Die Unterschiede zwischen einem traditionell hergestellten Lapsang Souchong und einer maschinell produzierten Sorte sind jedoch enorm. Meist bleiben nur noch die zwei dominanten Geschmacksrichtungen 'Schwarzer Tee' und 'Rauch'. Die feinen Nuancen, durch die der Lapsang Souchong erst seine Berühmtheit erlangte, fehlen meist vollständig. "Viele der in Deutschland erhältlichen Sorten haben nichts mehr gemein mit dem Lapsang Souchong, der auch von der chinesischen Landbevölkerung getrunken wird. Entweder bleiben diese Tees geschmacklich flach und charakterlos, oder das künstlich erzwungene Raucharoma überdeckt penetrant jede andere Geschmacksrichtung", wie Panne bestätigt. Das Raucharoma darf gerne intensiv sein, sollte aber niemals den Schwarztee-Ursprung verleugnen. Die Kunst liegt darin, eine ausgewogene Harmonie zu finden. Dies gelingt nur durch langjährige Erfahrung.

Traditionell wird Lapsang Souchong pur getrunken. Er kann aber ebenfalls auch anderen Teesorten beigemengt werden, um ihnen seine würzige Rauchnote zu verleihen. Auch als Aromageber beim Kochen eignet sich die Teesorte. Hochwertiger Rauchtee kann mehrfach aufgegossen werden und ist sehr ergiebig.

Tee-Empfehlung: Lapsang Souchong Authentic.

Seltener Original Lapsang Souchong aus Fujian mit milden Rauchtönen.

50g Dose, 19,50 EUR erhältlich im Onlineshop www.tea-exclusive.de

 

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